Outfits,  Schnittmusterrezension

Hettie – fühl dich leicht

Inspiriert von einem Instagram-Beitrag, habe ich mich an das Schnittmuster Hettie aus der Fibre Mood gesetzt. Es ist das erste Mal, dass ich etwas aus diesem Heft genäht habe und was soll ich sagen? Ich bin schwer begeistert.

Das Schnittmuster und die Anleitung

Die Schnittmuster sind auf mehrere kleine Bögen gedruckt, so dass sich diese ganz easy auf den Tisch legen und abpausen lassen. Große Schnittteile müssen zwar am Ende zusammen geklebt werden, aber das ist einfacher als riesige Bögen zu bändigen. Eine klare und deutliche Linienführung ist sorgt dafür, dass die einzelnen Größen klar erkennbar sind. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als tausende von Linien, die übereinander liegen und ich ständig schauen muss, wo denn nun meine Größe ist. Auf jedem Bogen findet ihr eine kleine Legende mit dem jeweiligen Schnittmusternamen und den Größen. Besonders schön finde ich Abbildungen der einzelnen Schnittmusterteile, auf denen die anzuzeichnenden Nahtzugaben angegeben sind. So in der Art habe ich das bisher nirgends gesehen.

Eine kurze Anleitung ist in dem Heft enthalten. Wer es ausführlicher möchte, kann sich eine umfassendere Version gratis online downloaden. Die einzelnen Schritte sind wirklich sehr gut und nachvollziehbar anhand toller Zeichnungen erklärt. Dennoch bin ich der Meinung, dass schon etwas Näherfahrung vorhanden sein sollte.

Meine Version und wie sie meine Persönlichkeit spiegelt

Meinen Rock habe ich aus Viskosejersey und Chiffon genäht. Eigentlich ist für den Schnitt Webware vorgesehen, aber ich bin da generell experimentierfreudig und es passt perfekt 🙂 Das einzige, was ich verändert habe, ist die Länge des oberen Rockteils, da der durchsichtige Chiffon sonst zuviel preis gegeben hätte 😉 Der aufwändigste Part des Schnittes war der Zuschnitt. Wer schon mal Chiffon vernäht habe, weiß wovon ich spreche. Es ist ein ziemlich flutschiger Stoff, der viel Liebe braucht.

Für mich steht dieser Rock für Weiblichkeit und Leichtigkeit. Er ist perfekt für den Frühling, da er luftig ist, sich aber auch sehr gut mit einem Pulli kombinieren lässt. Wer es verspielter möchte, kann eine zarte Bluse und Sandalen dazu tragen. Mir gefällt es, wenn ich weibliche Kleidungsstücke mit einer gewissen Lässigkeit kombiniere, da dies meine Persönlichkeit am besten widerspiegelt.

Als ich diesen Rock das erste Mal getragen habe, hat er mir direkt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe eine gewisse Magie gespürt und war sehr glücklich, dass ich meine Vorstellung von diesem Schnitt umgesetzt habe. Es war reine Intuition und sie hat mich nicht im Stich gelassen. Die ersten Eingebungen, die man hat, sind eben doch die Besten. Das gilt sowohl bei wichtigen Entscheidungen, als auch beim Nähen. Mein Verstand wollte mir zwar das eine oder andere Mal dazwischen funken, aber mein Herz hat gesiegt. Jetzt ist mein Kleiderschrank um ein zauberhaftes Kleidungsstück reicher.

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