Gestreift durch den Sommer

Mein letzter Eintrag ist schon eine Weile her. Das liegt daran, das wir vor 2 Wochen umgezogen sind. Viele kennen das Chaos sicherlich und mit Kleinkind zuhause dauert alles drei Mal solange 🙂 Meine Nähmaschinen haben erst gestern ihren Platz im neuen wunderschönen Arbeitszimmer gefunden und es kribbelt schon in meinen Fingern. Ich werde also bald voll durchstarten! Jipiie 🙂

Heute möchte ich euch gern mein erstes maßgeschneidertes Kleid vorstellen. Als Basis habe ich ein Kleidschnittmuster verwendet. Es wurde aber so stark verändert, dass es mit dem Originalschnitt rein gar nichts mehr zu tun hat.

Genäht wurde aus einem leichten Baumwolljersey, den ich im Nähgern Potsdam gekauft habe (toller Laden!). Durch die Streifen war das Level noch mal ein kleines bisschen anspruchsvoller, so dass der Nahttrenner einige Male zum Einsatz kam.

Nachdem ich die Maße von meinem Model genommen und wir ihre Wünsche besprochen hatten, habe ich den Schnitt entsprechend angepasst: V-Ausschnitt eingezeichnet, Oberteil und Rockteil gekürzt und die Armlöcher angepasst. Im Originalschnitt sind Ärmel vorgesehen und diese lassen sich nicht ohne Änderungen einfach weglassen. In diesem Fall habe ich die Armlöcher also etwas weiter ausgeschnitten und die Schulternaht eingekürzt. Wer eine große Oberweite hat, benötigt eventuell Brustabnäher.

Eine Herausforderung für mich war der sehr kurze Rücken der Dame. Damit das Vorderteil nicht zu kurz wird, habe ich in dem oberen Part des Rückenteils (zwischen den Armlöchern) etwas Länge rausgenommen. So hat es perfekt gepasst 🙂

Damit ich nicht den schönen Stoff verschneide, habe ich anfangs ein Probeteil aus einem ähnlichen Stoff genäht. Ich habe noch so viele Stoffreste herum liegen, welche sich prima dafür verwenden lassen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Stoffe die gleichen Eigenschaften haben, sonst haut es am Ende nicht hin.

Die abgesteckten Änderungen habe ich auf mein Schnittmuster übertragen (bitte achte auf die Nahtzugabe!!!). Wie das geht, ist sehr ausführlich im Buch “Der große Fotoguide für die perfekte Passform“* erklärt.

Das Spannende ist immer, ob das Endprodukt dann auch wirklich passt und gefällt und tadaaa: das tut es!! Meine Kollegin liebt das Kleid und ich bin etwas stolz darauf, es geschafft zu haben 🙂

Hier noch ein kleiner Tipp: wer öfter Probestücke näht, sollte sich einen kleinen Vorrat an günstigen Stoffen anlegen. Diese bekommt man super im Sale oder auf dem Stoffmarkt. Meine Frage an euch: was macht ihr mit euren Probestücken? Zieht ihr sie an? Entsorgt ihr diese? Trennt ihr wieder auf und verwendet es erneut?

*Affiliatelink

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.